Sonntag, 16. Dezember 2012

Interview mit Kathleen Weise zu "Der Hobbit"

Heute komme ich zu meinem Interview mit Kathleen Weise zu "Der Hobbit"!


  1. Wie war es für Sie, eine Kurzgeschichte zum Thema "Tolkien" zu schreiben?

Mich hat vor allem gefreut, dass sich hier einmal die Möglichkeit bot, sprachlich etwas auszuprobieren, das ich bisher selten getan habe. Der sprachlich „ausladendere“ Stil passte zum Inhalt der Geschichte und erzeugte eine andere Sprachmelodie, als ich normalerweise von meinen Texten gewöhnt bin. Als Autorin freue ich mich über solche Experimente.

  1. Welche Bücher haben Sie von J.R.R. Tolkien gelesen und wie fanden Sie diese?

„Der Hobbit“ und „Herr der Ringe“.
Als Leserin spricht mich der „Hobbit“ thematisch allerdings mehr an als „Herr der Ringe“, trotzdem sind beide Bücher zweifellos literarische Meisterstücke. Doch die Hobbits und ihre Speisekammern stehen meinem Herzen (und meinem Magen) einfach näher.

  1. Werden Sie sich den Kinofilm zu „Der Hobbit“ ansehen?

Auf jeden Fall, denn es ist mir schleierhaft, warum man aus diesem Buch drei Teile machen musste. Als Autorin interessiert mich also besonders Plot und Spannungsbogen. Aber vermutlich werde ich mit dem Anschauen die ersten 14 Tage abwarten, damit der Andrang im Kino nicht mehr so schlimm ist und mir niemand auf die Füße tritt.

  1. Haben Sie auch die Geschichten der Autoren gelesen?

Selbstverständlich, und ich bin immer wieder erstaunt, dass Ideen nicht doppelt auftauchen.

  1. Wie erklären Sie sich, dass „Der Hobbit“ nach all den Jahren immer noch so beliebt ist?

Dieselbe Frage könnte man auf alle Kinderbuchklassiker anwenden und sie müsste immer lauten, dass diesen Klassikern bestimmte Dinge gemein sind.
Ganz lässt sich das Rätsel um den Erfolg wohl nie lösen, aber es gibt Anhaltspunkte. Bücher wie „Momo“, „Der Hobbit“ oder „Krieg der Knöpfe“ laufen keinem Trend hinterher, sie konzentrieren sich nicht auf irgendwelche Zielgruppen (nur für Mädchen oder nur für Jungs), sie verwenden eine zeitlose Sprache (ohne Slang, der irgendwann überholt ist), beinhalten zeitlose Themen, die alle Heranwachsenden jeder Generation ansprechen, und sie warten mit einer Grundidee auf, die zum Erscheinen in der Tat neu und einzigartig war.

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