Ich habe Jenny-Mai Nuyen in Berlin getroffen und ihr ein paar Fragen über das Schreiben, ihre Verbindung zu ihren Lesern und ihrem Lieblingsbuch als Kind gestellt.
War das Schreiben schon immer Dein Berufswunsch?
Nein, weil ich es mir als Beruf nie richtig vorstellen konnte. Ich dachte, als Erwachsene muss ich irgendetwas unangenehmes machen, also Geld verdienen müssen mit etwas Büro-Arbeit-mäßigem und deshalb habe ich auch sehr früh angefangen zu schreiben, weil ich dachte, wenn ich Zeit habe zu Schreiben, dann jetzt in meiner Jugend unter dem Deckmantel "Schule". Also, ich habe gar nicht gewagt daran zu glauben.
Dann ist das Schreiben also buchstäblich Dein Traumberuf!
Absolut! Dieser Übergang war auch seltsam, als ich tatsächlich gemerkt habe, dass das mein Beruf ist, also, dass ich davon leben kann. Bis dahin war das irgendwie ein Hobby. Die Veröffentlichung habe ich mir immer als Anerkennung gewünscht, weil ich vorher immer gedacht habe, das ist irgendwie peinlich, dass ich meine Zeit damit verbringe mir irgendwelche Traumgeschichten aufzuschreiben. Und in dem Moment, in dem es jemand veröffentlicht hätte, hätte es eine Legitimation erfahren. Das war eigentlich der große Wunsch, den ich mit der Veröffentlichung erfüllen wollte.
Vier Bücher von Dir sind bei cbj erschienen, danach eines bei Rowohlt und dann eines bei dtv. Wie kam es zu den Verlagswechseln?
Schwierig, aber klar, dass so eine Frage von dir kommt, du bist ja neugierig auf die ganzen Intrigen und Geheimnisse des Verlagswesens (lacht).
Es kam so zustande, dass ich, als ich anfing zu schreiben überhaupt nicht vorhatte für immer Jugendbücher zu schreiben. In diesen Schubladen habe ich überhaupt nicht gedacht. Ich war zufällig auch eine Jugendliche und habe mich deshalb für Dinge interessiert, die wahrscheinlich auch andere Jugendliche interessieren und als ich älter wurde, wollte ich davon schreiben, was ältere Menschen interessieren könnten. Ich habe da nicht eingesehen, warum ich meine Helden sechs Jahre jünger machen sollte, als mich selbst und dann auch bestimmte Themen auf eine bestimmte Art behandeln sollte. Ich wusste also, dass ich eigentlich wechseln möchte und auch für Erwachsene schreiben und so kam dann der Wechsel zu Rowohlt zustande, weil ich da nicht für Jugendliche schreiben musste und als ich dann wieder Lust hatte, auf eine Geschichte, in der die Helden doch Jugendlich sind, hätte ich eigentlich noch zu cbj/cbt zurückgehen können, war mit denen auch im Gespräch, aber dann hat sich herausgestellt, dass die etwas anderes von mir wünschen, also die hatten doch eine klare Vorstellung davon, was ich machen sollte für ihr Programm und dann habe ich gedacht: Schau ich doch lieber bei anderen Verlagen. Denn im Idealfall kannst du ja als Autor schreiben, was dir wirklich aus dem Herzen kommt und davon leben zu können.
Wahrscheinlich schreibt man auch am Besten, wenn man das schreibt, was man wirklich schreiben möchte und nicht das, was einem andere vorgeben zu schreiben.
Absolut, ich kenne dieses Gefühl etwas schreiben zu müssen, obwohl man das Schreiben eigentlich immer für sich selber behalten wollte. Eigentlich sollte das Schreiben ein Zwang sein, der von innen kommt und nicht von außen.
Mit fünf hast Du Deine erste Geschichten geschrieben.
Ja, Krakeleien.
Was waren das denn für Geschichten?
Die allerersten Geschichten (überlegt)...also ich habe sehr viel gemalt und gezeichnet und habe dann die Bilder betitelt und erklärt, was in den Bildern vor sich geht, also war die Schrift eigentlich immer das zweitrangige und die ersten Geschichten handelten von zwei Mäusen, die sich gegenseitig besuchen und Dinge miteinander erleben. Ich habe es vor kurzem sogar nochmal gelesen und es hört wirklich mit einem brutalen Cliffhanger auf-mit einer Entführung und es wurde niemals beendet. Zum Glück gibt es keine Leser, die auf eine Fortsetzung warten müssen (lacht).
Mit zehn hast Du dann das erste Drehbuch geschrieben. Wie kommt man mit zehn Jahren auf die Idee ein Drehbuch zu schreiben?
Peinlicher Grund. Ich war mit zehn davon überzeugt, dass Leonardo DiCaprio richtig, richtig toll ist und zu mir gehört und ich habe mich gefragt, wie ich ihn erreichen könnte und da er ja in der Filmbranche ist, habe ich mir natürlich gedacht: Schreibe ich doch einfach ein Drehbuch und er spielt die Hauptrolle und dann werden wir uns kennenlernen und uns ineinander verlieben und dann macht es ihm bestimmt auch nichts aus, dass ich 15 Jahre jünger bin und einen noch kindlichen Körper habe. Die Liebe kann über solche Dinge hinwegsehen, wenn sich gemeinsame Träume treffen. Das war ehrlich gesagt der Anreiz und die Geschichte in dem Drehbuch war maßlos geklaut von "Titanic" und "Romeo und Julia" (lacht).
War das Schreiben schon immer Dein Berufswunsch?
Nein, weil ich es mir als Beruf nie richtig vorstellen konnte. Ich dachte, als Erwachsene muss ich irgendetwas unangenehmes machen, also Geld verdienen müssen mit etwas Büro-Arbeit-mäßigem und deshalb habe ich auch sehr früh angefangen zu schreiben, weil ich dachte, wenn ich Zeit habe zu Schreiben, dann jetzt in meiner Jugend unter dem Deckmantel "Schule". Also, ich habe gar nicht gewagt daran zu glauben.
Dann ist das Schreiben also buchstäblich Dein Traumberuf!
Absolut! Dieser Übergang war auch seltsam, als ich tatsächlich gemerkt habe, dass das mein Beruf ist, also, dass ich davon leben kann. Bis dahin war das irgendwie ein Hobby. Die Veröffentlichung habe ich mir immer als Anerkennung gewünscht, weil ich vorher immer gedacht habe, das ist irgendwie peinlich, dass ich meine Zeit damit verbringe mir irgendwelche Traumgeschichten aufzuschreiben. Und in dem Moment, in dem es jemand veröffentlicht hätte, hätte es eine Legitimation erfahren. Das war eigentlich der große Wunsch, den ich mit der Veröffentlichung erfüllen wollte.
Vier Bücher von Dir sind bei cbj erschienen, danach eines bei Rowohlt und dann eines bei dtv. Wie kam es zu den Verlagswechseln?
Schwierig, aber klar, dass so eine Frage von dir kommt, du bist ja neugierig auf die ganzen Intrigen und Geheimnisse des Verlagswesens (lacht).Es kam so zustande, dass ich, als ich anfing zu schreiben überhaupt nicht vorhatte für immer Jugendbücher zu schreiben. In diesen Schubladen habe ich überhaupt nicht gedacht. Ich war zufällig auch eine Jugendliche und habe mich deshalb für Dinge interessiert, die wahrscheinlich auch andere Jugendliche interessieren und als ich älter wurde, wollte ich davon schreiben, was ältere Menschen interessieren könnten. Ich habe da nicht eingesehen, warum ich meine Helden sechs Jahre jünger machen sollte, als mich selbst und dann auch bestimmte Themen auf eine bestimmte Art behandeln sollte. Ich wusste also, dass ich eigentlich wechseln möchte und auch für Erwachsene schreiben und so kam dann der Wechsel zu Rowohlt zustande, weil ich da nicht für Jugendliche schreiben musste und als ich dann wieder Lust hatte, auf eine Geschichte, in der die Helden doch Jugendlich sind, hätte ich eigentlich noch zu cbj/cbt zurückgehen können, war mit denen auch im Gespräch, aber dann hat sich herausgestellt, dass die etwas anderes von mir wünschen, also die hatten doch eine klare Vorstellung davon, was ich machen sollte für ihr Programm und dann habe ich gedacht: Schau ich doch lieber bei anderen Verlagen. Denn im Idealfall kannst du ja als Autor schreiben, was dir wirklich aus dem Herzen kommt und davon leben zu können.
Wahrscheinlich schreibt man auch am Besten, wenn man das schreibt, was man wirklich schreiben möchte und nicht das, was einem andere vorgeben zu schreiben.
Absolut, ich kenne dieses Gefühl etwas schreiben zu müssen, obwohl man das Schreiben eigentlich immer für sich selber behalten wollte. Eigentlich sollte das Schreiben ein Zwang sein, der von innen kommt und nicht von außen.
Mit fünf hast Du Deine erste Geschichten geschrieben.
Ja, Krakeleien.
Was waren das denn für Geschichten?
Die allerersten Geschichten (überlegt)...also ich habe sehr viel gemalt und gezeichnet und habe dann die Bilder betitelt und erklärt, was in den Bildern vor sich geht, also war die Schrift eigentlich immer das zweitrangige und die ersten Geschichten handelten von zwei Mäusen, die sich gegenseitig besuchen und Dinge miteinander erleben. Ich habe es vor kurzem sogar nochmal gelesen und es hört wirklich mit einem brutalen Cliffhanger auf-mit einer Entführung und es wurde niemals beendet. Zum Glück gibt es keine Leser, die auf eine Fortsetzung warten müssen (lacht).
Mit zehn hast Du dann das erste Drehbuch geschrieben. Wie kommt man mit zehn Jahren auf die Idee ein Drehbuch zu schreiben?
Peinlicher Grund. Ich war mit zehn davon überzeugt, dass Leonardo DiCaprio richtig, richtig toll ist und zu mir gehört und ich habe mich gefragt, wie ich ihn erreichen könnte und da er ja in der Filmbranche ist, habe ich mir natürlich gedacht: Schreibe ich doch einfach ein Drehbuch und er spielt die Hauptrolle und dann werden wir uns kennenlernen und uns ineinander verlieben und dann macht es ihm bestimmt auch nichts aus, dass ich 15 Jahre jünger bin und einen noch kindlichen Körper habe. Die Liebe kann über solche Dinge hinwegsehen, wenn sich gemeinsame Träume treffen. Das war ehrlich gesagt der Anreiz und die Geschichte in dem Drehbuch war maßlos geklaut von "Titanic" und "Romeo und Julia" (lacht).



















